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EINBLICK IN DIE FAMILIEN- UND FIRMENGESCHICHTE

Mit dem Paar Paul Landenberger d.Ä. und Frida Junghans verbindet sich eine interessante Geschichte nicht nur um die Uhrenindustrie aus Schramberg im Schwarzwald, sondern auch über die Familienbeziehungen. Diese Geschichte wurde von Generation zu Generation weiter vermittelt und schliesslich gründete man 1998 die Interessengemeinschaft Landenberger-Familienverein*, um die Chronik und den Stammbaum der Famlie fortzuführen und allen Nachkommen zugänglich zu machen. Seither werden von Zeit zu Zeit gößere Familientreffen durchführt, um sich gegenseitig kennen zu lernen.
Wir erheben mit dieser Website  nicht den Anspruch historisch und chronlogisch genau zu sein,  sondern vielmehr die familiären Überlieferungen  aufzuzeigen.

*Der Landenberger Familienverein ist eine Interessengemeinschaft

ÜBERBLICK

Diese Grafik ist dazu gedacht sich einen kurzen Überblick zu verschaffen. Wir verlinken innerhalb dieser Grafik zu den detaillierteren Informationen. Diese haben wir aufgeteilt, um die Übersichtlichkeit zu stützen. Unter dem Stichpunkt »Geschichte« wird die Firmengeschichte der H.A.U. dargestellt. Bei »Familie« finden sich Beschreibungen der Eltern von Paul d.Ä. und Frida d.Ä. sowie der Lebensweg von Paul und Frida selbst. Mit den »Stämmen« werden die Lebenswege der 10 überlebenden Kinder von Paul und Frida vorgestellt.

Weil man früher oft die ältesten Töchter und Söhne nach den Eltern benannte werden wir zum besseren Verständnis mit d.Ä. (dem Älteren) oder d.J. (dem Jüngeren) kennzeichnen. Damit die Lesbarkeit gewährleistet ist, allerdings jeweils nur da, wo es unbedingt nötig ist.

Jakob Landenberger und Friederike Gunsser, Kaufleute aus Ebingen, Eltern von Paul Landenberger und drei weiteren Kindern

Erhard Junghans und Luise Tobler
Erhard, leitender Angestellter in einer Strohhutfabrik, Luise, aus der Schweiz stammend, Eltern von Frida Junghans und sechs weiteren Kindern.

*1848

Paul Landenberger wird 1848 als ältester Sohn von vier Kindern in Ebingen geboren.

*1851

Frida Junghans wird 1851 als viertes Kind in Schramberg geboren.

1861

Erhard Junghans gründet die Gebrüder Junghans Uhrenwerke in der Geishalde in Schramberg.

1868

Paul Landenberger kommt nach Schramberg und steigt in die neu gegründetetn Gebrüder Junghans Uhrenwerke ein.

1870

Erhard Junghans stirbt überraschend mit 47 Jahren.

1872

Heirat von Paul Landenberger und Frida Junghans. Paul Landenberger wird von Luise Tobler zum
Geschäftsführer der Gebr. Junghans-Werke ernannt.

Erhard d.J. und Arthur Junghans, Brüder von Frida Landenberger treten in die Junghans-Werke ein. So kommt es, dass Luise Tobler ihrem Schwiegersohn Paul Landenberger den Aufstieg und die Möglichkeit Gesellschafter zu werden, streitig macht.

1875

Paul Landenberger gründet mit Philipp Lang aus St. Johann
die Uhrenwerke Landenberger & Lang in Schramberg am Göttelbach.

1882

Die wirtschaftlichen Zeiten waren ungünstig (Gründerkrise) und brachten die noch junge Firma im Göttelbach in Bedrängnis. Philipp Lang stieg aus dem Unternehmen aus und zog sein Kapital ab. Nur mit Glück gelang es, einen neuen Investor zu finden und die drohende Übernahme durch die Junghans-Werke abzuwenden.

1883

Kapitalbeschaffung und Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Paul Landenberger erhält Kapital von Hamburger Kaufleuten, Konsul Wilhelm Deurer und W. Dieterle.

Mit dem neuen Kapital wächst die Firma schnell und stellt ihre Großuhren in Serie her.

1883

Aufgrund des neuen Produktionsprozesses wird die Firma in »Hamburg Amerikanische Uhrenfabrik« kurz H.A.U. umbenannt. Die Produktmarke »Pfeilkreuz« wird ins Leben gerufen.

1900

Die H.A.U. ist gewachsen und feiert sein 25 jähriges Bestehen. Bereits jetzt beschäftigt man 750 Mitarbeitende und hat eine Filiale in Alpirsbach gegründet.

1916

Bedingt durch die Kriegsjahre des 1. Weltkriegs war die Firma gezwungen auf Kriegslieferungen umzustellen.

1925

Das Unternehmen feiert sein 50 jähriges Bestehen. Man exportiert in alle Welt und beschäftigt rund 2000 Mitarbeitende.

1929

Fusion mit den Junghans Uhren-Werken: Nach einer erneuten Wachstumsphase mit fast 2000 Mitarbeitern und dem Rückzug von Paul Landenberger d.Ä. fand eine Fusion mit den Junghans-Werken statt. Die Uhren mit der Marke »Pfeikreuz« wurden noch bis in das Jahr 2008 verkauft.